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„Film
im Ort“. Mit „Gambit“ Kirchstetten. Bereits zum dritten Mal brachte die Marktgemeinde Kirchstetten gemeinsam mit dem kulturkreiskirchstetten „Film im Ort“. Mit „Gambit“ wurde eine Dokumentation über ein Giftgasunglück in unserem Nachbarland Italien präsentiert. Ein Vorfall, der beinahe schon in Vergessenheit geraten ist. Die kleine Stadt Seveso, in der Nähe von Mailand, stand Ende der Siebziger Jahre im Mittelpunkt der Weltpresse, als an einem Wochenende in einer Chemiefabrik durch eine Explosion Dioxin ausströmte. Hier wurde aufgezeigt, wie spät die Bevölkerung gewarnt wurde und wie versucht wurde zu verharmlosen und zu vertuschen. Selbst der leitende Chemiker, Jörg Sambeth, der zum Zeitpunkt der Katastrophe technischer Direktor der Fabrik war, wußte nicht wirklich, welche Giftgase hier produziert wurden. Basierend auf den Erinnerungen von Jörg Sambeth rekonstruierte Sabine Gisiger die Geschichte der größten Chemiekatastrophe, die Europa je erlebt hatte. Gespannt
verfolgten die Cineasten, unter Ihnen Vzbgm. Maria Rollenitz mit Gatten
Leo, GR. Stefan Burger aus Innermanzing, Fotokünstler Fritz Weinauer,
Lyriker und Buchautor Ferdinand Ernst Böckl, Maler Karl J. Mayerhofer
und andere die Dokumentation, die intensiv zum Nachdenken und
Diskutieren anregte. Der Titel des Filmes „Gambit“ entstammt dem
italienischen und bedeutet beim Schachspiel eine Eröffnung, bei der ein
Bauer (bzw. mehrere Bauern) oder eine Leichtfigur für eine taktische
oder manchmal auch strategische Kompensation dem Gegner geopfert wird, um den König bzw. die Königin zu schützen. Die Intention lässt sich einfach zusammenfassen: „Der Gambitspieler versucht um den Preis eines Opfers schon in der Eröffnung das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden.“ Für das geopferte Material wird gewöhnlich ein Tempogewinn und Entwicklungsvorsprung erzielt. Mit der Auswahl der Filme haben die Veranstalter ganz bewusst Filme gewählt, die keine Fernsehanstalt in ihrem Hauptprogramm zeigen würde. Dass sie trotzdem erfolgreich mit dieser Reihe sind, zeigt, dass sie bei den Präsentationen in Kirchstetten und Neulengbach bereits Stammseher gewonnen haben. |
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| Fritz Weinauer, Walter Merheim, GR.Stefan Burger, Andrea Böckl, Karl J. Mayerhofer, Leo und Vizebgm. Maria Rollenitz, Karl Meyer |